Liebe Hamburger Vereine, 

 

ich informiere Euch in dieser (sehr ausführlichen) Zusammenfassung, welche für den Kanu-Freizeitsport in Hamburg gültigen Regelungen aktuell sind und gebe Euch einen Überblick über bestehende Anfragen an Behörden durch den Hamburger Kanu-Verband.

 

Zur Zeit sind die Ausgestaltungen Ländersache und daher haben die Allgemeinverfügungen des Hamburger Senats  vom 15.März, mit den Aktualisierungen vom 16. März und vom 22. März für uns weiter Bestand und oberste Priorität. 

Die für den Freizeitsport relevanten Absätze:

  • Absatz 6 der Allgemeinverfügung vom 15.3.2020 mit Gültigkeit bis 30.04.2020: Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen. 
  • Absätze 7r, 10 und 14 der Allgemeinverfügung vom 16.03.2020 mit Gültigkeit bis zum 16.04.2020 zur Sperrung von Fitnessräumen, zu Beherbergsverbot in den Bootshäusern und auf dem Vereinsgelände und dem Betretungsverbot von Neuwerk (gilt auch mittels Kanu) 
  • Allgemeinverfügung vom 22.03.2020 mit Gültigkeit bis zum 05.04.2020 zur Regelung zur Einschränkung persönlicher Kontakte, Mindestabstand von 1,5 m,...

 

Diese Senatsbeschlüsse sind unterschiedlich befristet und ergeben sich aus den Empfehlungen der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz. Ausgestaltet werden sie in Kooperation mit dem Ordnungsamt -und für uns wichtig- dem Landessportamt. Der HSB entwickelt daraus praktikable Konzepte, die an die Verbände, wie unseren HKV weitergegeben werden. 

Der HKV führt Dialoge mit diesen Stellen, prüft die Umsetzbarkeit für Kanu-Sport, verhandelt Grenzen und Regelungen leitet die Informationen an Euch weiter. 

 

Entsprechend haben wir nachgefasst, welche „Räume“ in unseren Vereinssportanlagen untersagt sind- und ob es mittels einer Nutzungszahlbegrenzung, dem Einsetzen an den Stegen unter Einhalten von Abstand oder der Nutzung von privatem Material Ausnahmen geben kann. 

Dazu haben wir vom HSB folgende Aussage vorliegen: 

 

„Bootshäuser und Wassersport

Auf Grund von diversen Nachfragen, insbesondere von Vereinen des Wassersports (Kanu, Rudern und Segeln), haben wir nochmals bei der Behörde nachgefragt, ob die Nutzung von privaten und Vereinsbooten auf Gewässern und das Betreten von Bootshäusern erlaubt sei: Die Allgemeinverfügungen vom 15.3. und 16.3.2020 gelten auch für die Bootshäuser! Diese dürfen nicht mehr für Freizeitaktivitäten und/oder den Sport- und Trainingsbetrieb genutzt werden. Auch das Arbeiten an Booten in diesen Hallen ist nicht erlaubt.“

Zwischenzeitlich ist die Zahl der Infizierten weiter gestiegen, so dass die Tendenz eher auf eine weitere Verschärfung der Maßnahmen hinweist.


Reinhard Ranke hat mit dem HSB vereinbart, sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass Reparatur und Entstandshaltungsmaßnahmen von Vereinsgebäude und dem Gelände auf den Vereinsgeländen unter Auflagen erlaubt werden sollen.

 

Ich habe mit Ordnungsamt und der Wasserschutzpolizei gesprochen- Die Wasserschutzpolizei ist zu Kontrollen auch von Paddlern angehalten.

 Bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügungen handelt es sich nicht um Ordnungswidrigkeiten, sondern um einen Straftatbestand, dessen Verfolgung nicht mehr im Ermessen der Wasserschutzpolizei liegt, sondern angezeigt werden muss. 

 

Somit ist es in Hamburg lediglich möglich, das private Kanu privat zu lagern - (unter den Vorgaben wie auf der Homepage des DKV oder den Allgemeinverfügungen beschrieben), es allein oder mit dem gebotenen Abstand zum Helfer abseits des Vereinsgeländes, aber auch abseits von öffentlichen Stegen zu Wasser zu lassen - denn diese gelten als öffentliche Sport- und Freizeitanlagen und sind in dem Verbot mit eingeschlossen. 

 

Die Behörden bitten uns im Gegenzug als organisierte und bewusst handelnde Paddler um Unterstützung. 

Die Behörde für Gesundheit, das Ordnungsamt und die Polizei befürchten eine „Sogwirkung“ durch diese noch nicht geschlossene Lücke in der Regelung, die mit der Annahme einer sich am Alsterufer drängenden und dort in Kanus einsetzenden Masse von Paddlern einhergeht. 

Das liefe der Absicht der Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Corona-Virus deutlich zuwider und schadet allen.

 

Sobald wir Neuigkeiten haben, werden wir Euch diese unverzüglich über den Vereinsverteiler mitteilen.

Karin Hafke als Kanu-Wandersportwartin hat die Wanderwarte Eurer Vereine parallel angeschrieben und über diese Regelungen informiert. Dieses Schreiben geht Euch in der Anlage zur Info zu.

 

Nicht zu vergessen ist, dass all diese Maßnahmen uns und unsere Freunde und Familien vor einer Infektion schützen sollen. 

Bleibt bitte gesund- Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder auf dem Wasser! 

 

Andrea Sönnichsen

Vizepräsidentin Hamburger Kanu-Verband e.V.

Allermöher Deich 36
21037 Hamburg

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.hamburger-kanu-verband.de

 

HKV-Wanderwartin-2020-03.pdf
 

© 2020 Alster-Canoe-Club e.V.